MEIK SCHWALM.

Was ist Ihnen da eben über den Bildschirm gehuscht?

Ein Hund? Nein.

Ein Strichmännchen? Nein.

Es war ein Hirsch.

Und hier kommt die Hirschparade

jagender Hirsch
gejagter Hirsch
einsamer Hirsch
schlammender Hirsch
ruhender Hirsch
Die Hirschhistorie

Der Hirsch kommt nicht von ungefähr. Er stammt aus der vedischen Astrologie. Mriga Shirsha, der Hirschkopf, ist eines der siebenundzwanzig Mondzeichen — das Zeichen des Suchenden, der loszieht nach dem, was noch fehlt.

Gezeichnet hat ihn Claude, eine KI. Ich habe mich diebisch gefreut, dass da endlich jemand so schlecht zeichnet wie ich. Krakelig, kaum als Hirsch zu erkennen, süß — und trägt trotzdem etwas Ernstes.

Die Sammlung

Jede Karte ist zugleich der Download. Klicken, drucken, aufhängen. Format 13×18.

jagender hirsch

Der Punkt liegt vor ihm, im Außen. Er rennt ihm hinterher. Immer ist das Ziel dort, wo er noch nicht ist.

gejagter hirsch

Der Punkt sitzt hinter ihm. Er flieht vor der Angst, vor dem, was er nicht ansehen will. Nicht das Ziel treibt ihn, sondern die Furcht.

einsamer hirsch

Der Punkt liegt außen, bei einem anderen Tier. Er ist in der Herde und doch nicht da, wo sein Punkt liegt. Nähe ist da, und trotzdem fehlt etwas.

schlammender hirsch

Kein einzelner Punkt mehr, sondern viele, tief im Schlamm. Hier bricht die klare Ordnung. Der ungeschützte Ort, an dem das Ungesagte liegt.

ruhender hirsch

Der Punkt sitzt in seinem Bauch, unter ihm, in ihm. Er muss ihm nicht mehr hinterherrennen und nicht vor ihm fliehen. Präsenz, die bleibt.