Es anzunehmen, führt nicht über den Kopf, sondern über das, was Sie fühlen, wenn es sicher genug ist.
Was Sie an sich bekämpfen, ist einmal aus einer Not entstanden. Als Kind waren Sie auf die angewiesen, die für Sie da sein sollten. Fehlte etwas, konnten Sie es sich nicht leisten, das zu sehen. Ein Kind, das erkennt, dass es zu wenig bekommt, verliert den Boden. Also kehrt es die Not nach innen: nicht ihr gebt mir zu wenig, sondern mit mir stimmt etwas nicht. So bleibt die Bindung sicher, und ein Teil von Ihnen bleibt im Unrecht. Bis heute.
Das hat einen Namen: Entwicklungs- und Bindungstrauma. Anders als ein Schocktrauma, das auf ein bestimmtes Ereignis zurückgeht, entsteht es leise, über Jahre, aus dem, was gefehlt hat statt aus dem, was geschehen ist. Genau deshalb bleibt es oft lange unsichtbar.
Hier geht es nicht ums Optimieren. Was sich verändert, ist leiser und tiefer: Der Teil von Ihnen, der sich seit Langem im Unrecht fühlt, darf sich zeigen, ohne bekämpft zu werden. Und in dem Maß, in dem das gelingt, verliert das alte Muster seine Selbstverständlichkeit. Was vorher Zwang war, wird zur Wahl. Sie tragen Ihr Erleben mehr und mehr aus eigener Kraft. Nicht, weil Sie sich zusammenreißen, sondern weil Sie sich nicht mehr im Weg stehen.
Anders als ein Coaching zielt diese Arbeit nicht auf ein Ergebnis. Hier gibt es kein Ziel, an dem Sie ankommen, sondern einen Prozess, der seine eigene Zeit braucht. Wir arbeiten nicht an der Geschichte und nicht an einer Erklärung, sondern an dem, was jetzt lebendig ist, in Gefühl und Empfindung. Ich halte den Raum, überlasse Ihnen die Führung und bleibe, wenn es schwierig wird, für das, was lange keinen Platz hatte.
Ich bin als NARM Practitioner ausgebildet. Mehr über mich und meinen Weg.
NARM steht für Neuroaffektives Beziehungsmodell. Mich fasziniert an dieser Methode, dass Tiefe und Selbstermächtigung zusammenkommen. Es geht nicht nur darum, dem auf den Grund zu gehen, was einmal entstanden ist, sondern darum, dass Sie dabei mehr und mehr zum Experten für Ihr eigenes Erleben werden. Ich führe Sie nicht, ich begleite und stärke. Was Sie brauchen, wissen Sie selbst am besten, oft, bevor Sie es in Worte fassen können.
Wir arbeiten in meiner Praxis in Bielefeld oder online über Zoom. Alles, was in den Sitzungen besprochen wird, behandle ich natürlich vertraulich.
Die Arbeit ist eine Selbstzahler-Leistung. Private Kassen und Beihilfe können je nach Tarif einen Teil übernehmen, gesetzliche Kassen in der Regel nicht. Diese Arbeit ersetzt keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung.
In einem kurzen Gespräch lernen wir uns kennen und klären, ob es passt. Unverbindlich und ohne Druck. Fühlt es sich für Sie stimmig an, vereinbaren wir eine erste Sitzung. Den Rhythmus richten wir danach an Ihrem Anliegen aus, meist ein bis zwei Mal im Monat.
In einer akuten Krise oder bei Suizidgedanken erreichen Sie rund um die Uhr die Telefonseelsorge unter 0 800 111 0 111 und 0 800 111 0 222 (kostenlos). Im lebensbedrohlichen Notfall wählen Sie 112, den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie unter 116 117.